Die Rohrkennzeichnung ist genau wie die
Warnzeichen oder
Rettungszeichen den
Sicherheitszeichen zuzuordnen. So wie andere Kennzeichen dieser Gruppe soll auch die Rohrmarkierung die Arbeitssicherheit gewährleisten sowie Unfälle und Sicherheitsrisiken vorbeugen. Eine gute und korrekte Kennzeichnung der Rohre und Leitungen kann im Notfall wertvolle Sekunden retten. Auch bei Wartungsarbeiten kann eine übersichtliche
Rohrkennzeichnung viel Zeit sparen. Darüber hinaus stellen nicht oder falsch gekennzeichnete Rohrleitungen im Notfall oder bei Wartungsarbeiten sogar eine enorme Gefahrenquelle dar. Daher sollten in Betrieben aller Art die nicht erdverlegten Rohrleitungen einheitlich und der Gesetzgebung entsprechend gekennzeichnet werden. Unter Rohrleitungen versteht man Rohre und ihre Verbindungen, Armaturen und Formstücke einschließlich der Isolierung. Auf welche Weise die
Rohrkennzeichnung zu erfolgen hat, ist in der DIN 2403 geregelt.
Rohrkennzeichnung nach DIN 2403
Die Kennzeichnung durch Pfeile für die Durchflussrichtung enthält die Bezeichnung des Durchflussstoffes oder ein hierfür festgelegtes Kennzeichen. Wenn nötig ist die Rohrkennzeichnung durch ein entsprechendes Gefahrstoffsymbol zu ergänzen. Die
Rohrkennzeichen sollten gut sichtbar am Anfang und Ende der Rohrleitung sowie an betriebswichtigen Stellen, z.B. Ventile und Flanschen angebracht werden. Die Einteilung nach DIN 2403 in die 10 Hauptgruppen erfolgt nach der Art bzw. den allgemeinen Eigenschaften des in der Rohrleitung beförderten Durchflussstoffes. Jeder Hauptgruppe der Rohrkennzeichnung ist eine bestimmte Farbe zugeordnet.